Die Musiker

Die zu dieser Zeit noch namenlose Band besteht aus der klassischen Rockbesetzung. Alle haben zu dieser Zeit schon einschlägige Banderfahrungen gesammelt und schon diverse Stücke der Pop- und Rock-Literatur heruntergespielt. Sie kommen aus den unter­schiedlichen Berufen zusammen: Schriftsetzer, Ingenieur, Lehrer, Techniker. Aus der Sicht des Chronisten eine gute Zusammensetzung, weil sich Zusammensetzungen von Musikern aus gleichen Berufen meist auch als Therapiegruppen für unterschiedliche Macken verstehen. Das ist hier nicht der Fall.

Fritz Zierer

Fritz spielt meist Rhythmusgitarre, aber auch diverse Soli. Er schwärmt immer von seinem Gitarrentraum – einer echten Gibson-Gitarre. Eines Tages wird sein Wunsch Realität: das Geld reicht, dass er sich eine schöne Gibson kaufen kann. Seine Spezialität sind Bluessessions. Fritz kann stundenlang Blues spielen und sogar dazu singen. Die Texte klingen nahezu englisch, bevorzugtes Wort in seinen Texten ist „Chuckbone“. Keiner – auch er selbst – weiß nicht, was es bedeuten soll. Aber Chuckbone wird zu einem geflügelten Wort: es ist ein Synonym für unendlich lange Bluessessions mit undefinierbaren englischen Texten. Fritz hat eine angegriffene Gesundheit, er hat häufig Probleme mit seinen Ohren. Irgendwann im Lauf der Bandgeschichte (s. später) muss er sein musikalisches Hobby aufgeben und fehlt seitdem der Band als wichtige Stütze.

Joachim Fischer

Joachim hat den Part des Leadgitarristen von Anfang an übernommen. Er ist ein wahrer Meister der sechs Saiten. Seine musikalische Herkunft lässt sich nicht verleugnen: Wo er geht und steht und Gitarre spielt, spricht er von Frank Zappa und den Doors. Allmählich wird bekannt, dass er den Spitznamen Zappa von seinen Freunden verliehen bekommen hat. Seine Besonderheit ist die Liebe zur Einfachheit. Musik muss für ihn nur mit weni­gen Zutaten gemacht werden: möglichst wenig technischer Aufwand, keine Effekte beim Gitarrenspiel, obwohl er als Ingenieur ein besonderes Interesse an Technik haben müsste. Auch er träumt von einer Edelgitarre, die er sich zunächst in Form einer Fender Telecaster gönnt. Später im Lauf der Geschichte kauft er sich eine Gibson-Kopie, mit der er wahre Wunderwerke produziert.

Wolfgang Hofmeister

Wolfgang ist der Senior in der Band. Sein Schlagzeugspiel erfolgt immer mit hohem Einsatz, sodass am Ende eines Übungsabends immer wenigstens 1,5 Liter Schweiß aus dem T-Shirt ausgewrungen werden können. Der hohe körperliche Einsatz scheint auch der Grund dafür zu sein, dass Wolfgang nach all den Jahren noch kein Gramm Altersfett angesetzt hat. Wolfgang ist von Beruf Techniker, das mag auch seinen Hang zum Perfektionismus in Bezug auf den Sound der Band erklären. Jede Lautäußerung der Band muss in CD-Qualität erfolgen. Aus diesem Grund liest er auch diverse Periodika des ein­schlägigen Genres. Alle technischen Neuerungen, die das Equipment der Band im Lauf der Zeit erweitert und verbessert haben, sind von Wolfgang angeregt und rea­lisiert worden. Neben dem Schlagzeugspiel präsentiert sich Wolfgang als die Stimme der Band. Die meisten Stücke werden von ihm gesungen.

Bernhard Husch

Bernhard ist der jüngste Musiker in der Band. Von Hause aus ist er Gitarrist, spielt aber hier Bass, auch ist er für manche Keyboardsequenzen in den bisherigen Auf­nahmen bekannt. Der Jazz ist Bernhards Faible, leider kommen jazzige Stücke im Repertoire der Band nicht vor. Während der langen Jahre hat er sein Equipment einmal komplett ausgetauscht, er ist aber immer noch auf der Suche nach dem ultimativen Bass­sound. Bernhard hat bisweilen kreative Schübe, die ihn dazu veranlassen, eigene Musik zu schreiben. Ein Beispiel dazu findet sich auf der CD God Save The Screen.

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